{"id":6067,"date":"2022-06-14T13:23:23","date_gmt":"2022-06-14T11:23:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.georgsorden.at\/de\/?p=6067"},"modified":"2025-09-01T14:53:24","modified_gmt":"2025-09-01T12:53:24","slug":"otto-von-habsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/otto-von-habsburg\/","title":{"rendered":"SKKH Dr. Otto von Habsburg"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-Fotograf.jpg\" rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"442\" height=\"574\" src=\"https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-Fotograf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16280\" srcset=\"https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-Fotograf.jpg 442w, https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-Fotograf-231x300.jpg 231w\" sizes=\"auto, (max-width: 442px) 100vw, 442px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Am 18. J\u00e4nner 2008 wurde im Auftrag von SKKH Erzherzog Otto und seinem Sohn SKKH Erzherzog Karl in M\u00fcnchen die Gr\u00fcndung des Europ\u00e4ischen St. Georgs-Orden gefeiert und ein erstes Ordenskapitel gew\u00e4hlt.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>\u2020 04.07.2011<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Lebenslauf von SKKH Dr. Otto von Habsburg:<br>(Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.ottovonhabsburg.org\/lebenslauf.html\" target=\"_blank\">www.ottovonhabsburg.org<\/a>)<\/h5>\n\n\n\n<p>Erzherzog Otto wurde in Reichenau (Nieder\u00f6sterreich) am 20. November 1912 als \u00e4ltester Sohn von Erzherzog Carl von \u00d6sterreich (dem sp\u00e4teren Kaiser Karl I. von \u00d6sterreich, K\u00f6nig von Ungarn, B\u00f6hmen, Kroatien, usw.) und Prinzessin Zita von Bourbon-Parma (der sp\u00e4teren Kaiserin und K\u00f6nigin) geboren. Ab 1916 war er Kronprinz von \u00d6sterreich-Ungarn.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Zerst\u00f6rung der Donaumonarchie am Ende des Ersten Weltkrieges 1918 verzichtete Kaiser Karl auf seinen Anteil an den Regierungsgesch\u00e4ften und die Familie zog sich nach Eckartsau im Marchfeld zur\u00fcck. Auf Druck der republikanischen Regierung unter Karl Renner wurden im M\u00e4rz 1919 die Habsburgergesetze verabschiedet, die die v\u00f6llige Enteignung und den Landesverweis beinhalteten. Die kaiserliche Familie emigrierte daraufhin in die Schweiz. Nach zwei Restaurationsversuchen in Ungarn wurde Kaiser Karl auf die Insel Madeira verbannt, seine Familie folgte ihm. Am 1. April 1922 verstarb Kaiser Karl mit kaum 35 Jahren. Kaiser Karl wurde am 3. Oktober 2004 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaiserin Zita zog nach dem Tod des Kaisers mit ihren Kindern nach Lequeitio im Baskenland, sp\u00e4ter nach Steenockerzeel in Belgien, wo Erzherzog Otto seine Studien an der Universit\u00e4t von L\u00f6wen absolvierte. Im Rahmen der Forschungen f\u00fcr seine Doktorarbeit verbrachte Erzherzog Otto im Winter 1932\/33 mehrere Monate in Berlin und beobachtete dort den Aufstieg des Nationalsozialismus. Ein Gespr\u00e4chsangebot von Adolf Hitler aber lehnte er ab, da er sich nicht f\u00fcr den \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs instrumentalisieren lassen wollte. Ende Januar 1933 kehrte er nach Belgien zur\u00fcck, von dort aus trat er offen gegen den Nationalsozialismus auf und leistete Widerstand gegen den \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich. Deshalb wurde er in Deutschland steckbrieflich verfolgt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1939 reiste er zum ersten Mal in die USA und kn\u00fcpfte dort enge Kontakte zu Pr\u00e4sident Roosevelt und der politischen Szene in Washington. Als die Deutschen Belgien und Frankreich \u00fcberfielen, mussten die Habsburger endg\u00fcltig in die USA fliehen. W\u00e4hrend der Flucht half Erzherzog Otto noch zahlreichen NS-Verfolgten, zumeist Juden, bei der Flucht nach \u00dcbersee.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wirkte er in den USA f\u00fcr die Wiederherstellung \u00d6sterreichs, engagierte sich gegen die Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland und den deutschen Ostgebieten sowie f\u00fcr die Selbstbestimmung S\u00fcdtirols. 1944 kehrte er nach Europa zur\u00fcck und wurde auf Dr\u00e4ngen der sowjetischen Besatzer neuerlich aus \u00d6sterreich ausgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1951 war Erzherzog Otto verheiratet mit Prinzessin Regina von Sachsen-Meiningen (gestorben am 3. Februar 2010). Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor: Andrea, Monika, Michaela, Gabriela, Walburga, Karl und&nbsp;Georg.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1954 lebten Otto und Regina von Habsburg in P\u00f6cking in Oberbayern. Die Wiedereinreise nach \u00d6sterreich wurde nach jahrelangem Rechtsstreit erst 1966 durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Otto von Habsburg ver\u00f6ffentlichte 37 B\u00fccher in neun Sprachen zu Themen der Geschichte, der Gesellschafts- und Sozialpolitik, sowie insbesondere der Europapolitik. Daneben verfasste er zahllose Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsbeitr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den dreissiger Jahren war Otto von Habsburg in engem Kontakt mit Richard Graf Coudenhove-Kalergi, dem Gr\u00fcnder der Paneuropa-Union und war seit 1957 deren Internationaler Vizepr\u00e4sident. Nach dem Tod des Paneuropa-Gr\u00fcnders \u00fcbernahm er dessen Willen entsprechend 1973 das Amt des Internationalen Pr\u00e4sidenten der Paneuropa-Union. Er baute die Organisation zu einer Massenbewegung f\u00fcr ein freies, christliches, soziales und einiges Europa aus und machte sie zum F\u00fcrsprecher der von kommunistischen Regimen unterdr\u00fcckten V\u00f6lker in Mittel- und Osteuropa. Seit 2004 war Dr. Otto von Habsburg Ehrenpr\u00e4sident der Internationalen Paneuropa-Union.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlamentes wurde Dr. Otto von Habsburg mit der ersten Direktwahl am 10. Juni 1979. Dort war er bis Juli 1999 als Obmann der christdemokratischen EVP-Fraktion im au\u00dfenpolitischen Ausschuss, als Pr\u00e4sident und Vizepr\u00e4sident der Ungarn-Delegation sowie als Alterspr\u00e4sident des Parlamentes t\u00e4tig. Die Einrichtung eines leeren Stuhls f\u00fcr die unterdr\u00fcckten V\u00f6lker Europas, die Wiederentdeckung des Mitteleuropa-Begriffs, die Entwicklung einer gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik und die \u00d6ffnung f\u00fcr den Beitritt der Staaten Mittel- und Osteuropas zur Europ\u00e4ischen Union tragen seine Handschrift.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1989 setzte er sich f\u00fcr den Aufbau der Paneuropa-Union in den Staaten jenseits des &#8222;Eisernen Vorhangs&#8220; ein, arbeitete f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit der baltischen Staaten von Moskau und Kroatiens, Sloweniens, Bosnien-Herzegowinas und Mazedoniens&nbsp;von Belgrad. Am 19.August 1989 war Dr. Otto von Habsburg Schirmherr des &#8222;Paneuropa-Picknicks&#8220; in Sopron, bei dem 700 Deutsche aus der &#8222;DDR&#8220; die erste grosse Massenflucht wagten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Europ\u00e4ischen Parlament im Jahr 1999 setzte Dr. Otto von Habsburg seine politische T\u00e4tigkeit fort. Er war ein international gefragter Redner sowie Berater verschiedener mittel- und osteurop\u00e4ischer Regierungen. Seine politischen Kommentare erschienen in verschiedensten Zeitungen europaweit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod seiner Frau im Februar 2010 hatte sich Dr. Otto von Habsburg aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgezogen und lebte im Kreis seiner Familie in P\u00f6cking am Starnberger See, Bayern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2020 04.07.2011<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6068,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-6067","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-29 16:08:26","action":"category","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"rttpg_featured_image_url":{"full":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false],"landscape":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false],"portraits":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false],"thumbnail":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto-231x300.jpg",231,300,true],"large":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false],"1536x1536":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false],"2048x2048":["https:\/\/www.georgsorden.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Foto-Habsburg-Otto.jpg",442,574,false]},"rttpg_author":{"display_name":"iktopia","author_link":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/author\/iktopia\/"},"rttpg_comment":0,"rttpg_category":"Allgemein","rttpg_excerpt":"\u2020 04.07.2011","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6067"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16281,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6067\/revisions\/16281"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.georgsorden.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}